Rahmen-Turnierordnung zum Vereinsturnier des SV Turbine Berlin, Abteilung Schach
in der Fassung von Juni 2013


Diese Rahmenturnierordnung (RTO) basiert auf der Fassung vom August 2007, wurde aufgrund der gesammelten Erfahrungen und des Beschlusses der Mitgliederversammlung 28.06.2013 durch weitere Punkte ergänzt.
Mit seiner Teilnahme am Vereinsturnier erkennt jedes Mitglied die in der RTO enthaltenen Regelungen an.
Die RTO ist in wesentlichen Teilen auch für eine Turnierdurchführung nach dem Schweizer System anwendbar
.

  1. Rundentermine
Spieltage sind in der Regel Freitag, Spielbeginn spätestens 18:45 Uhr. Als verbindlicher Termin für die 1. Runde der Saison wird der letzte Freitag im September festgelegt. Die weiteren Rundentermine sowie weitere veränderbare Festlegungen sind der jährlichen Anlage zu dieser RTO zu entnehmen (siehe Punkt 6.). 
 
  1. Information bei beantragten Spielverlegungen
Der verhinderte Spieler - auch im Falle eines späteren Beginns - informiert den Turnierleiter bis spätestens 18.00 Uhr des Vortags (Donnerstag) und benennt einen verbindlichen Ersatztermin bis zum Termin der nächsten, im Ausnahmefall der übernächsten Runde. Der Turnierleiter informiert unverzüglich den Gegner und stimmt mit diesem den neuen Termin ab bzw. organisiert einen dritten Termin zwischen den Partnern.
 
    1. Vorspielen der Partie, Besonderheiten in der letzten Runde
 Vereinbaren beide Spielpartner das erwünschte Vorspielen einer Partie, ist der Turnierleiter vom auslösenden Spieler zu informieren.
Ein Nachspielen der letzten Runde ist aus Gründen der Chancengleichheit nicht möglich.
Im Verhinderungsfall ist mit dem Partner das Vorspielen zu organisieren und bei Schwierigkeiten der Turnierleiter zu informieren.

 
    1. Kampfloser Partieverlust – Neutrales Schiedsgericht (NSG)
 Wird der Turnierleiter nicht vorab vom Verhinderungsfall informiert und ist höhere Gewalt in sehr eng gezogenem Sinne nicht nachweisbar, so wird nach Entscheidung des Turnierleiters die Partie als verloren gewertet.
Gegen diese Entscheidung ist eine Beschwerde zulässig. Die endgültige Entscheidung über Partieverlust oder Neuansetzung trifft das NSG mit einfacher Mehrheit.
Die drei Mitglieder des NSG werden mit Bekanntgabe der jährlichen Anlage zur RTO benannt.
Im Verhinderungsfall oder Befangenheit bei eigener Partie tritt ein weiteres Vereinsmitglied, in der Regel der Abteilungsleiter, an die Stelle des jeweiligen Schiedsrichters.
 
  1. Ahndung bei wiederholten Verstößen gegen die RTO
Verstößt ein Spieler dreimal gegen diese Ordnung und gefährdet damit den sportlich-organisatorisch einwandfreien Turnierverlauf, so beantragt der Turnierleiter beim NSG den Ausschluss dieses Spielers vom Turnier. Das NSG bemüht sich um Anhörung desselben und trifft dann seine endgültige, für Spieler und Turnierleiter bindende Entscheidung mit einfacher Mehrheit.
 
    1. Tabellarische Wertung nicht ausgetragener Partien
Bei vorgenannter und anderen Gründen des Turnierausscheidens gilt, dass bei mehr als 50% ausgetragener Partien die noch ausstehenden Partien als - kampflos verloren- gewertet werden und bei 50% und weniger die Streichung der bisher ausgetragenen Partien erfolgt.
 
  1. Härtefallreglung
Ist ein Spieler durch unvorhergesehene oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende Umstände über einen Zeitraum bis zu drei Monaten an der Teilnahme verhindert, so informiert er frühst möglich den Turnierleiter. Dieser bemüht sich, unter Wahrung der sportlichen Interessen der Gegner, eine Lösung zu finden, die dem betreffenden Spieler die ordnungsgemäße Beendigung des Turnieres ermöglicht. Voraussetzung dafür ist ein ausreichender Zeitraum bis zum Termin der letzten Runde.
 
  1. Gruppeneinteilung, Austragungsmodus, Auf- und Abstiegsregelung, DWZ- Auswertung.
Das Vereinsturnier wird in den Leistungsgruppen A und B durchgeführt.
Die A-Gruppe besteht aus 8 Teilnehmern, die B-Gruppe aus beliebig vielen Teilnehmern. Nach 7 Runden spielen die 4 Erstplatzierten der A-Gruppe und der B-Gruppe (nur bei 7 oder 8 Teilnehmern) weitere 3 Partien in der Meisterrunde bzw. gegebenenfalls Aufstiegsrunde, die 4 restlichen Spieler der A-Gruppe
weitere 3 Partien in der Abstiegsrunde, jeweils mit vertauschten Farben.
Die beiden Letztplatzierten der A-Gruppe steigen in die B-Gruppe ab, die beiden Erstplatzierten der
B-Gruppe in die A-Gruppe auf.
Der Sechstplatzierte der A-Gruppe kann ein garantiertes Bleiberecht in der A-Gruppe nicht geltend machen, sofern ein bisher nicht am Vereinsturnier beteiligter oder neu aufgenommener Schachfreund mit einer DWZ über 1850 die Teilnahme am nächsten Vereinsturnier begehrt und alle Berechtigten ihren Platz in der A-Gruppe einnehmen.
Das Vereinsturnier wird unter Verantwortlichkeit des Spielleiters DWZ-ausgewertet.
.
 
    1. Wertungsverfahren
Bei Punktgleichheit entscheidet auf allen Tabellenplätzen die Wertung Sonneborn-Berger und bei Gleichheit auch hierbei der direkte Vergleich. Besteht auch danach Gleichstand beim Vereinsmeister-, beim Auf- oder Abstiegsplatz, so ordnet das NSG das Stichkampfverfahren an, ebenso für den Meisterrunden- und Aufstiegsrundenplatz.
 
    1. Wertung nach Sonneborn-Berger bei Punktgleichheit nach 10 Runden:
Meisterrunde (A) und Aufstiegsrunde (B):
Anzahl der Punkte aus beiden Partien multipliziert mit der Anzahl der Punkte des jeweiligen Gegners nach 10 Runden, zuzüglich der bereits festgeschriebenen (S.-B.-) Punkte nach Abschluss der Vorrunde gegen die Spieler der Abstiegsrunde (A) bzw. gegen die für die Aufstiegsrunde nicht qualifizierten Spieler (B).
Die Resultate innerhalb der Abstiegsrunde sind wirkungslos für die Spieler der Meisterrunde.
Abstiegsrunde (A):
Gleiches System wie Meisterrunde mit Umkehrschluss.

  1. Besondere Festlegungen

  1. Spielort und Zeit

    Der Spielort für die Vereinsmeisterschaft sind die, durch die Abt. Schach genutzten

    Räume der Alten Schule, Dörpfeldstrasse 54, 12489 Berlin.

    In begründeten Ausnahmefällen kann nach Zustimmung des Turnierleiters ein anderer Spielort und Zeitpunkt der Partiebeginns vereinbart werden.

  2. Uhren

    Der Einsatz von elektronischen Uhren ist bei Wettkämpfen im Spiellokal obligatorisch.

  3. Remis

    Remisangebote können ab dem 20. Zug abgegeben werden.( gemäß der Olympiaregel der FIDE)

    Bei Partien außerhalb des Spiellokals erhält der Turnierleiter ein von beiden Spielern unterschriebenes Partieformular.

  -4

  1. Jährliche Anlage zur RTO
Rundentermine, Bedenkzeit, Ansetzungen und evtl. gesonderte Hinweise auf die FIDE-Regeln werden in der jährlichen Anlage zu RTO bis zum 15. September schriftlich festgelegt und veröffentlicht.
Dabei erfolgt die Auslosung der Ansetzungen (Startnummern) öffentlich an einem der ersten beiden Freitage im September durch den Turnierleiter. Turnierleiter und die Mitglieder des NSG und ihre Erreichbarkeit(Telefon, Email) werden in dieser Anlage benannt.
 
Juni  2013